Universität Graz
| Unternehmen | Universität Graz |
| Bundesland | Steiermark |
| Branche | Erziehung und Unterricht |
| Anzahl Mitarbeitende | 4.800 |
| BGF seit | Einzelmaßnahmen seit den 90er Jahren 2019 als offizielles BGF-Projek 2024 Start BGM |
| BGF-Gütesiegel seit | 2021-2023 und 2024-2026 |
| Unsere BGF-Aktivitäten in einem Satz | Das BGM der Universität Graz zielt darauf ab, die physische, psychische und soziale Gesundheit der Mitarbeitenden auf verhaltens- und verhältnisorientierter Ebene zu fördern und partizipativ mit den Mitarbeitenden Maßnahmen fokussierenden auf der Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsplätze durchzuführen, an denen faires und gemeinschaftliches Miteinander, sowie Kompetenz- und Persönlichkeits-entwicklung unterstützt werden. |
In unserem Unternehmen wird Betriebliche Gesundheitsförderung großgeschrieben, weil …
... Betrieblichen Gesundheitsförderung ist an der Universität strukturell verankert und wird nach klaren Qualitätsstandards umgesetzt. Die Universität Graz ist durch ihre Größe und mannigfaltige Aufgabe nach dem Humboldt’schen Prinzip (derzeit 4800 MA) eine Organisation, in der viele Arbeitsbereiche sich dem Thema der Mitarbeitergesundheit auf unterschiedlichsten Ebenen widmen, d.h. körperliche, mentale und soziale Gesundheit, sowie Inklusion, Diversität und Gleichstellung, sowie Bereiche zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Sorgepflichten, Unterstützung von wissenschaftlichem Nachwuchs und Bereiche zur Förderung fachlicher und sozialer Qualifikationen. Ein breites Sportangebot an über 350 Kursen über das Universitäts-Sportinstitut rundet das Portfolio ab.
Das BGM der Universität Graz mit ihren spezifischen Gesundheitsangeboten ist im starken Austausch mit allen internen Stellen und fördert über Vernetzungsaktivitäten und Arbeitsgruppentreffen innovative und nachhaltige Projekte in der Gesundheitsförderung, in der alle Stellen möglichst umfassend involviert sind. Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden in drei Steuergruppen bearbeitet: „Access & Workplace“, „Konfliktkultur / Wertschätzendes Miteinander“, „Gesunde Universität“. Hier werden gezielt mit den Stakeholdern Ist-Analysen durchgeführt, Maßnahmen formuliert, implementiert und evaluiert.
Ein besonders starker Fokus liegt auf der Förderung von mentaler Gesundheit und Inklusion am Arbeitsplatz. Eine letzte Erhebung an der Universität Graz ergab 13 Angebote für Mitarbeitende und Studierende, über psychosoziale Beratung (in Präsenz und online), Coaching- und Mediationsangebote, Diversitybuddies, LUIS*a am Campus, Mobbingstelle des AKGL, und vieles mehr. Zudem stimmen wir alle Maßnahmen klar auf unser Setting – Universität – ab. So wurde erst 2024 die interne Ist-Analyse umfassend adaptiert, damit diese noch genauer die spezifische Handlungsfelder, die konkret an Universitäten vorkommen, erfassen kann, wie z.B. prekäre Arbeitsverhältnisse, Konkurrenzerleben in der Wissenschaft, Belastungen in der Lehrtätigkeit oder Forschung an emotional belastenden Themen, wie Tod, Gewalt oder Krieg.
Diese Maßnahmen im Rahmen des BGF-Projekts haben wir umgesetzt:
Auszug aus den Maßnahmen seit 2019:
Bewegung und Körper
- Bewegungstraining zu Mittag, jeden Dienstag um 12:00 Uhr
- Online-Bewegungseinheiten für eine bewegte Pause in den Jahren 2020 und 2023
- Kooperation mit VIBES-Fitness, Ausgabe von Fitnessstudio-Schnupperpässen
- Gesundheitschecks am jährlichen Gesundheitstag, z.B. Sehtests, Hörtests, Venenchecks, Muttermalkontrolle, BVAEB-Gesundheitsstraße
- Angebot der Shiatsu-Chairmassage, ca. 50 Termine pro Semester
Ernährung
- Individuelle Ernährungsberatungen am Campus jährlich ca. 40-50 Beratungen
- Organisation von 20 Kochworkshops in Kooperation mit der BVAEB
- Projekt „leistbare Mittagspause“. Vergünstigungen für Lokale rund um den Campus
Psyche
- Komplette Durchführung der Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastung mit Festlegung von individuellen Maßnahmen pro Institut/Abteilung
- Einrichtung einer psychosozialen Beratung über die Vertrauensstelle für Konfliktsituationen, kostenfrei und anonym für alle Mitarbeitenden
- Organisation von anonymer psychologischer Online-Beratung für alle Mitarbeitenden
- Refundierung von Coaching-Einheiten für Mitarbeitende und Führungskräfte in einer bestimmten Höhe über das Personalressort
- Herausgabe eines Leitfadens „Umgang mit psychischen Krisen am Arbeitsplatz – Unterstützung belasteter Mitarbeitenden. Ein Leitfaden der Universität Graz für Führungskräfte
- Umfassender Weiterbildungskatalog, mit Präsenz-Workshops und Online-Workshops
Sicherheit, Inklusion und Gleichbehandlung
- Angebot der Diversitybuddy-Ausbildung, insgesamt 55 ausgebildete Diversitybuddies über die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung
- Jährliche Organisation des „Sicherheitstags“ seit 2024 zur Information über Sicherheitsthemen an der Universität, wie z.B. Umgang mit sexueller Belästigung, Umgang mit psychischer Gewalt
Besonders gefallen hat uns ….
- Erfolge sehen wir vor allem in den hohen Teilnahmequoten an den Maßnahmen. Alle Angebote sind außerordentlich gut besucht und werden regelmäßig auf Zufriedenheit und Wirksamkeit evaluiert.
- Die individuellen Gespräche mit den Führungskräften stellen sicher, dass Maßnahmen auf Verhältnisebene zielgerichtet an den Instituten umgesetzt werden können. Wir haben den Anspruch, Organisationsentwicklung zu betreiben. Denn nachhaltig für die Gesundheit der Mitarbeitenden sind vor allem Änderungen in den Strukturen, Prozessen und Institutskulturen.
- Flankiert werden diese zielgerichteten, maßgeschneiderten Maßnahmen von universitätsweiten Interventionen, die in regelmäßigen Bedarfserhebungen bei den Mitarbeitenden erhoben werden. Durch diesen starken partizipativen Ansatz können Maßnahmen entwickelt werden, die gezielt Gesundheit an der Universität fördern können.
- Durch die Größe der Universität sind wir sehr international und divers. So werden Maßnahmen zweisprachig angeboten (dt + eng). Diversitätsthemen sind ebenfalls im Fokus, wie beispielsweise die neue Initiative der „Diversity Buddies“. Hier werden Mitarbeitende ausgebildet, um an der Uni Awareness für Diversitätsthemen zu schaffen und Auskunft zum Thema und zu den universitätsinternen Angeboten zu geben. Auch steht ist die Partizipation wieder im Vordergrund (Mitarbeitende für Mitarbeitende).
Unser Team profitiert von unserem BGF-Projekt, weil …
… wir durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit (Zusammenarbeit von Arbeitspsychologie, Arbeitsmedizin, Sicherheitsfachkräfte, Krisenmanagerinnen/Krisenmanager und Personalentwicklung) unterschiedliche fachliche Perspektiven verbinden und so passgenaue Maßnahmen für die Gesundheitsförderung entwickeln können.
Der partizipative Gedanke steht dabei im Zentrum: Mitarbeitende werden aktiv einbezogen, ihre Bedürfnisse und Ideen fließen direkt in die Planung und Umsetzung ein. Dadurch steigt nicht nur die Akzeptanz, sondern auch die Identifikation mit den Maßnahmen.
Zudem profitieren wir von einer starken Zusammenarbeit mit anderen universitätsinternen Stellen und dem Rektorat. Diese enge Vernetzung erleichtert Abstimmungsprozesse, ermöglicht eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen und stärkt die langfristige Verankerung der BGF in der Universitätsstruktur. Insgesamt fördert das Projekt so Gesundheit, Zusammenarbeit und Zufriedenheit im gesamten Team.
Das haben wir noch vor in der BGF …
...die bereits bestehenden Strukturen und Maßnahmen im Bereich der Verhältnis- und Verhaltensprävention sowie im Bereich der Führung werden weiterhin fortgeführt und laufend evaluiert und adaptiert. Es werden laufend neue Maßnahmen entwickelt, welche sich aus den Analyseergebnissen der Mitarbeiterbefragungen, Mitarbeitergesprächen, Arbeitsplatzbegehungen und Einzelgesprächen ergeben.
- Stärkere Vernetzung intern mit allen universitätsinternen Stellen
- Stärkere Zusammenarbeit mit den Präventivfachkräften und sonstigen Fachkräften
- Verstärkte Teilnahme in Begehungen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung zum Sichtbarmachen des BGM
- Zusammenarbeit mit den Institutsleitungen zur Anhebung des Rücklaufs in den Befragungen im wissenschaftlichen Personal (Aussendung über die Institutsleitungen, nicht über Rektor)
- Stärkere Individualisierung der Befragung pro Institut durch Angebot von Kurzbefragungen, die pro Institut angefragt werden können und qualitativ ausgewertet werden. So kann noch deutlicher auf die einzelne Instituts-Kultur eingegangen werden und zielgerichteter Maßnahmen entwickelt werden.
- Initiativen im Bereich Frauengesundheit in Kooperation mit der Personalentwicklung und der Arbeitsmedizin
- Initiativen im Bereich Beschäftigte im Alter 40+ im Rahmen einer alternsgerechten Arbeitsplatzgestaltung
Kontakt
Name: Dr. Anita Bregenzer
Telefonnummer: +43 316 380 1377
E-Mail: bgm@uni-graz.at