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Gesunde Betriebsnachbarschaften

„Regionenansatz – Betriebliche Gesundheitsförderung in Kleinstbetrieben“


Kleinstunternehmen (KU) haben in Österreich eine besondere Bedeutung für Beschäftigung und Wachstum. In der österreichischen Unternehmenslandschaft entfallen rund 71,3 % auf Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alleine schon auf Grund ihres hohen Verbreitungsgrades stellt dieses Betriebssegment ein wichtiges Handlungsfeld der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) dar. Für Kleinunternehmen ab fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für Großbetriebe gibt es bewährte und etablierte Angebote des Österreichischen Netzwerks BGF. Für die Zielgruppe Kleinstunternehmen von ein bis vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter existieren derartige Konzepte und Erfahrungen bzgl. Erreichbarkeit und Umsetzbarkeit jedoch nur bedingt.

 

Ziele des Regionenansatzes

Aufbauend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen eines Vorprojekts des Dachverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger zur Recherche und Ableitung von Empfehlungen möglicher Konzepte und Herangehensweisen erprobt das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung seit dem Jahr 2019 im Rahmen eines Pilotprojektes BGF-Angebote für Kleinstbetriebe in einem regionalen Setting.

 

Die Vorteile einer Verknüpfung von eigenen, innerbetrieblichen BGF-Prozessen mit Möglichkeiten der kommunalen Gesundheitsförderung (wie z.B. überbetriebliche Gesundheitsangebote in der Region) können und sollen dabei genützt werden. Das BGF-Angebot für KU baut auf dem bereits etablierten und BGF-qualitätsgesicherten „BGF-Unternehmermodell Gesundes Führen“ auf. Dieser Ansatz wurde im Rahmen eines Anwendungs-Forschungsprojektes der ÖGK Niederösterreich entwickelt und kommt seit 2011 laufend praktisch zum Einsatz (BGF-Angebot der ÖGK). Die Erfahrungen aus dem BGF-Regionenprojekt Melk sowie aus anderen kommunalen Gesundheitsförderungsprojekten können genützt und integriert werden. 

 

Umsetzung

Zwei - hinsichtlich Ressourcenaufwand - unterschiedlich „große“ Regionenprojektkonzepte werden in vier Regionen (Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg) umgesetztm, evaluiert und die Erkenntnisse für einen möglichen Roll-Out aufbereitet. 

Gleichzeitig wurde in acht Kleinstunternehmen ein BGF-Prozess ohne Regionenbezug zum Vergleich durchgeführt. Die Unterschiede skizziert die folgende Grafik:


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„Gesunde Betriebsnachbarschaft“ in Oberösterreich

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte in Oberösterreich erst mit Januar 2020 mit der Umsetzung des Projekts „Gesunde Betriebsnachbarschaft“ begonnen werden.

Die ÖGK führt hier gemeinsam mit der Agentur für Standort und Wirtschaft GmbH das Projekt durch. Am 25. September 2020 fand der Kick-off-Workshop in Leonding gemeinsam mit Betrieben aus der Region statt. Bislang nahmen zehn Betriebe teil (u.a. grafield GmbH, Institut Eiler, KUVA Leonding, offisy GmbH, Stadlmann GmbH, Dr. Margot Gabriel, CSA Cleaning Service GmbH, GIWOG und die Stadtgemeinde Leonding) und wurden zum Teil bereits mit dem „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet“!

Im November 2021 ist eine weitere Veranstaltung in Leonding geplant, die helfen soll, den Ansatz der „Betriebsnachbarschaft“ in der Region nachhaltig zu verankern. Nähere Informationen finden Sie unter https://www.leonding.at/leben-freizeit/gesundheit/gesunde-gemeinde

Für Fragen zum oder Informationen über das Regionenprojekt in Oberösterreich wenden Sie sich bitte an:

Mag. Wolfgang Paulowitsch-Laskowski
Tel.: +43 5 0766-14103525
Mobil: +43 664 811 58 12
E-Mail: wolfgang.paulowitsch-laskowski@oegk.at


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„Gesunde Betriebsnachbarschaft“ in Niederösterreich

In Niederösterreich läuft seit Januar 2020 das Projekt „Gesunde Betriebsnachbarschaften“ in zwei Pilotregionen, der Stadt Bad Vöslau und in der Stadtgemeinde Ternitz. 

Gemeinsam mit externen Leistungsanbietern bietet die ÖGK vor allem Kleinstbetrieben die Möglichkeit, Betriebliche Gesundheitsförderungsprojekte im eigenen Unternehmen umzusetzen und diverse ÖGK-Angebote lokal wahrzunehmen. Kooperationen wie zum Beispiel mit dem Verein Vöslauer Wirtschaft helfen dabei, die Wirtschaftstreibenden der Region zum Thema Gesundheit und Arbeit zu informieren und zu sensibilisieren. Fünf Unternehmen in Bad Vöslau und fünf Betriebe in Ternitz nahmen aktiv an dem Projekt teil. 

Für Fragen zum oder Informationen über das Regionenprojekt in Niederösterreich wenden Sie sich bitte an:

Mag. Manfred Löffler
Tel.: +43 05 0766-126211
E-Mail: manfred.loeffler@oegk.at

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„Gesunde Betriebsnachbarschaft“ in Salzburg 

In Salzburg wurde mit Betrieben aus der Altstadt im Jänner 2020 im Rahmen eines Vernetzungstreffens das Projekt „Gesunde Betriebsnachbarschaft“ gestartet. Beteiligte Betriebe in der Betriebsnachbarschaft sind Paul Reber GmbH & Co. KG, Augarten Porzellan, Brilllenwerkstatt Pföss, Schlosserei Wieber Gmbh, Tischlerei Pabinger und Schlosserei Schmidt. Einzelne Betriebe im Bundesland Salzburg, die den BGF-Prozess ohne Regionenbezug durchführen, sind das Appartementhaus ANTE PORTAS und Mag. Rainer & Walter Summersberger, Steuer- und UnternehmensberatungsGmbH. Nach sehr erfolgreichem Start führte die Corona-Pandemie zum Aussetzen des BGF-Prozesses bei einigen Betrieben. Rund die Hälfte der Beteiligten sind jedoch bereits beim gelungenen Abschluss des BGF-Prozesses und beantragen das „Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung“!

Für Fragen zum oder Informationen über das Regionenprojekt in Salzburg wenden Sie sich bitte an:

Sandra Berger, MSc
Tel.: +43 05 0766-171049 
E-Mail: s.berger@oegk.at


Das Pilotprojekt wird vom Fonds Gesundes Österreich sowie vom Dachverband der österreichischen Sozialversicherungsträger finanziert.

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