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Buchhaltungsagentur des Bundes


Kurzpräsentation des Betriebs

Die Buchhaltungsagentur des Bundes (BHAG) ist ein modernes, ausgegliedertes Unternehmen der Republik Österreich. Zu ihren Kunden zählen sämtliche Bundesministerien, die obersten Organe sowie die vom Bund verwalteten Rechtsträger. Sie steht zu 100 % im Eigentum des Bundes.

Ursprünglich wurden die Buchhaltungsaufgaben von 32 unabhängigen Dienststellen verrichtet – seit 2004 wird das Rechnungswesen für den Bund zentral durch die Buchhaltungsagentur des Bundes durchgeführt.

Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Wien. Weitere Geschäftsstellen sind in Graz mit Klagenfurt, in Linz mit Salzburg sowie in Innsbruck mit Feldkirch eingerichtet. Jedem Bereich sind bestimmte Kundinnen und Kunden zugeordnet, so ist eine verlässliche, kompetente und transparente Leistungserbringung gesichert.

Verrechnungs- und Nachprüfungsaufgaben, unter Einhaltung der haushaltsrechtlichen Be-stimmungen, bilden das tägliche Geschäft der Buchhaltungsagentur des Bundes.

Die zentrale Verwaltung der Buchhaltungsaufgaben ermöglicht eine deutliche Effizienzsteigerung. Jährlich werden rund 4,7 Millionen Buchungen, mit einem Volumen von rund 214,3 Milliarden Euro von ca. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, über die Hausbank des Bundes abgewickelt.

  

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Wann wurde mit BGF begonnen und was waren die Gründe dafür?

In der Bereichsleiterklausur im Jänner 2008 wurde von der damaligen Geschäftsführerin erstmalig die Gesundheit im jungen Unternehmen thematisiert. Bereichsleiter Gerhard Pölzl wurde beauftragt gemeinsam mit Andrea Artner (Personalentwicklerin) ein Gesundheitskonzept für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erstellen. Ziel war es, ohne fremde Unterstützung ein Gesundheitsprogramm für die gesamte BHAG zu entwickeln und im Jahr 2009 mit der Umsetzung zu beginnen.

Das damalige Projektteam (bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Standorten, dem Arbeitsmediziner/der Arbeitsmedizinerin, der Behindertenvertrauensperson und dem Betriebsrat) begann mit einem selbst erstellten Fragebogen. So wurden die Meinungen und Erwartungen an XUND der Kolleginnen und Kollegen eingeholt. Die Rücklaufquote dieser internen Befragung betrug 75 %.

Anhand der Ergebnisse beschloss das Projektteam das Gesundheitsprogramm der BHAG auf 3 Säulen zu stellen. Diese Säulen waren: 

- Vorträge und Workshops

- Wohlbefinden

- Bewegung und Sport

Zusätzlich wurde ein jährlicher XUND-Bonus eingeführt, der vordefinierte Gesundheitsaktivitäten außerhalb des Unternehmens abdeckt. Diesen Bonus in der Höhe von maximal Euro 75,00 erhält die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter nach Vorlage einer Rechnung in Form von Gutscheinen

Mit der Marke XUND wurde ein Begriff geschaffen, der mit einem jährlichen Programm sich dem Gesundheitsthema in der Verhaltens- und Verhältnisprävention annimmt.

 

Wer wurde in die Projektstrukturen bzw. in die Steuerungsgruppe eingebunden?

Das erste Projektteam bestand aus 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Bereichen bzw. Standorten, dem Betriebsratsvorsitzenden und der Behindertenvertrauensperson, seit Jänner 2011 ist auch aktiv die Arbeitsmedizinerin aus Wien vertreten. Herr Pölzl gehört dem Team als Vertreter der Geschäftsführung und Frau Artner als Projektleiterin an.  

Ende 2010 wurde aus der Projektgruppe eine Steuergruppe bestehend aus: je einer Mitarbeiterin der BVA und der WGKK, der Arbeitsmedizinerin, dem Betriebsratsvorsitzenden, Herrn Pölzl als Vertreter des Geschäftsführers und Frau Artner als Projektverantwortliche. Diese Steuergruppe war auch für die Einreichung des Antrages auf Zuerkennung des Gütesiegels der Betrieblichen Gesundheitsförderung verantwortlich.

 

Welche Instrumente wurden im Zuge der IST-Analyse sowie in der abschließenden Evaluation eingesetzt?

Im Zuge der IST-Analyse wurden zuerst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrer Erwartungshaltung an die Einführung einer betrieblichen Gesundheitsförderung befragt. Die Auswertung diente als Grundlage für die Erstellung des ersten Jahresprogrammes beruhend auf den drei Säulen. Nach Abnahme dieses Programmes durch die Geschäftsführung erfolgte eine Präsentation an die Führungskräfte und im Rahmen der Kompassveranstaltung (Informationsveranstaltung an allen Standorten) auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zwischenzeitlich haben nicht nur zwei Befragungen mit einer Teilnahmequote von jeweils über 80 %, sondern österreichweit auch in den Jahren 2011 und 2016 Gesundheitszirkel stattgefunden, die zur Evaluierung der laufenden Prozesse eingesetzt wurden.


Wie wurde die Belegschaft eingebunden? Wie wurde sie über die BGF-Aktivitäten informiert?

Neben Informationen durch die für dieses Thema Verantwortlichen wird auch im Intranet in der Ordnerstruktur „XUND“ über BGF-Aktivitäten informiert. Regelmäßige Berichte in der Mitarbeiterzeitung (Newsletter) und die Präsentation des jährlichen Programmes durch die XUND-Moderatorinnen und –Moderatoren vor Ort runden das Informationsangebot ab.

Erstmals wurde für 2016 das Jahresprogramm und alle mit dem XUND-Programm befassten Kolleginnen und Kollegen in einer Broschüre vorgestellt.  


Welche Maßnahmen wurden umgesetzt?

Die aus den diversen Befragungen in Kenntnis gelangten Bedürfnisse wurden in einer Maßnahmenliste zusammengefasst, im Intranet veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. Beispielhaft wird die Umsetzung folgender Maßnahmen angeführt: Augentraining, Ausgleichsgymnastik, MbM, Sensibilisierung für gesunde Ernährung, ergonomische Büroausstattung, Infobereitstellung. … um nur einige zu nennen. Die österreichweite Teilnahme an diversen Laufveranstaltungen wird im jährlichen XUND-Programm berücksichtigt. Eine Teilnahmequote von rund 20 % der Belegschaft macht uns stolz. 


Welche Erfolge konnten erzielt werden?

Von den erhobenen über 200 Maßnahmen konnten mehr als 2/3 positiv umgesetzt werden. Regelmäßige Feedbacks über umgesetzte, aber auch über die Gründe von nicht umgesetzten Maßnahmen werden von allen geschätzt.


Wie soll gewährleistet werden, dass BGF eine nachhaltige und stetige Entwicklung ist?

Der Stellenwert der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist ein sehr hoher. Betriebliche Gesundheitsförderung ist heute schon untrennbar mit der Unternehmenskultur verbunden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen die Angebote gerne an, und wenn man sich in der letzten Befragung die Rückmeldungen ansieht, so können wir mit Stolz sagen, Betriebliche Gesundheitsförderung ist in der Buchhaltungsagentur seit Jahren angekommen! Eine Teilnahme von über 80% zeigt auch, dass im Unternehmen mit dem Thema Gesundheit aktiv umgegangen wird. Durch die Wichtigkeit des Themas ist auch die Akzeptanz bei den Führungskräften dazu gestiegen. Unter dem Motto „GEMEINSAM FÜR UNSERE GESUNDHEIT“ hat die Betriebliche Gesundheitsförderung flächendeckend Einzug gehalten. Natürlich kann BGF auch nur dadurch nachhaltig betrieben werden, da durch den Geschäftsführer jährlich entsprechende Budgetmittel zur Verfügung gestellt werden.


Welche Stolpersteine gab es zu meistern?

Mit der Einführung von BGF war natürlich im ersten Schritt nicht nur die Skepsis einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beseitigen sondern auch die Akzeptanz bei den Führungskräften zu erlangen. Die Wichtigkeit des Themas Gesundheit musste erst neben der tägliche Arbeit einen Platz finden. Dies gelang durch das sehr engagierte Wirken des Geschäftsführers und der mit diesem Thema betrauten XUND-Moderatorinnen und –Moderatoren.


Was möchten Sie interessierten Unternehmen mit auf dem Weg geben?

Unser Logo für die betriebliche Gesundheitsförderung „XUND“ ist eine Marke im Unternehmen geworden und untrennbar mit BGF verbunden und schafft so eine unverwechselbare Identität.

Eine regelmäßige Weiterentwicklung ist von besonderer Bedeutung. Wir haben dies unter anderem durch die zweimalige Verleihung des betrieblichen Gütesiegels, die Implementierung in das betriebliche Gesundheitsmanagement und die Aufnahme in das betriebliche Kennzahlensystem erreicht.