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18. Informationstagung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung


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Ziel erreicht: Entmystifizierung, Vernetzung und Aufklärung!


Diese Ziele verfolgte der Informationstagung des Österreichischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung. Nahezu 400 Teilnehmer/innen aus mehr als 70 Betrieben folgten der Einladung der Salzburger Gebietskrankenkasse.

Der 18. Informationstag des Österreichischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung wurde in diesem Jahr durch die Salzburger Gebietskrankenkasse ausgerichtet und stand im Zeichen der psychosozialen Gesundheit.

Ingo Vogl hielt der Gesellschaft wie gewohnt humorvoll den Spiegel vor und zeigte so bereits die zentralen Herausforderungen und Paradoxien auf, wenn es um die psychosoziale Gesundheit geht.

Prim. Prof. Dr. med. Manfred Stelzig wagte, sich dem Thema auf einer Metaebene zu nähern und ermöglichte den zahlreichen Gästen somit, die psychosoziale Gesundheit fassbar zu machen. Gleichzeitig nahm er dem oftmals mystifizierten Thema seine Komplexität und bereitete den Boden für die Vertiefungsmodule, in welchen die praktische Anwendung des erlangten Wissens ins Zentrum des Geschehens gerückt werden sollte.
Ergänzt wurde der Vormittag durch den exzellenten und eindrucksvollen Beitrag von Dr. Klaus Peters, der die Rolle der Autonomie ins Spiel brachte. Seine zentrale These ist, dass die zunehmende Autonomie der Arbeitnehmer/innen, welche durch moderne Management- und Organisationsformen hervorgerufen wird, einerseits zu einem hoch effizienten Motivationstreiber und andererseits auch zu Risiken für die Gesundheit führen kann.

In den Vertiefungsmodulen widmeten sich die Teilnehmer/innen dreierlei Themenbereiche. Dr. Christian Scharinger widmete sich unter der Moderation von Dr. Klaus Ropin der Rolle der gesundheitsorientierten Führung im Zusammenspiel mit psychosozialer Gesundheit. Fazit: Der Faktor Führung kann hinsichtlich seiner Relevanz für die psychosoziale Gesundheit nicht als zu hoch eingeschätzt werden.

Parallel dazu sorgte Dr.in Ingrid Klufa hinsichtlich der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen für Konkretisierung und Aufklärung. Zahlreiche Synergien und Berührungspunkte mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung wurden im Plenum unter der Moderation von Claudia Stumpfl erarbeitet, wenngleich angemerkt werden darf, dass seitens der Betriebe ein hohes Maß an Aufklärungsbedarf verortet wurde. (Anmerkung der Redaktion: Das ÖNBGF bleibt an diesem Themenfeld dran und wird versuchen, an einer Aufarbeitung der aufgeworfenen Herausforderungen mitzuwirken)

In einem weiteren Modul schlossen Mag. Martin Mayer und Mag. Christoph Heigl dort an, wo Primar Stelzig aufgehört hat: Mit zahlreichen Orientierungshilfen, Leitfäden und Praxisbeispielen wurde versucht, den Interessierten ein Handwerkszeug mitzugeben, welches die effiziente und nachhaltige Förderung der psychosozialen Gesundheit im Rahmen von BGF ermöglichen sollte. Moderatorin Mag. Elisabeth Wallner resümierte wie folgt: Es gibt nicht die eine Maßnahme zur psychischen Gesundheitsförderung, sondern psychische Gesundheitsförderung ist eine betriebliche Gesamtstrategie - mit einem Bündel von Maßnahmen, das auf jeden Betrieb individuell zugeschnitten werden muss. Die Betriebliche Gesundheitsförderung nach den Qualitätskriterien des ÖNBGF bietet einen Rahmen, um psychische Gesundheitsförderung erfolgreich umzusetzen.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besucher/innen und hoffen, dass Sie den Tag ebenso genossen haben wie die Mitglieder des ÖNBGF. Ein besonderer Dank gilt den Organisator/innen und Gastgeber/innen der Salzburger Gebietskrankenkasse. Es wurde ein Infotag ausgerichtet, der an Qualität und Quantität den Vergleich nicht zu scheuen braucht.

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Fachhochschule Salzburg

Fachhochschule Salzburg

Anmeldung

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Eröffnung

Kabarett mit Ingo Vogl

Kabarett mit Ingo Vogl

Publikum Ingo Vogl

Eröffnungsrede des Obmanns der Salzburger Gebietskrankenkasse - Siegfried Schluckner

Siegfried Schluckner

Begrüßungs- und Eröffnungsrunde

Eröffnungsrunde 18. Infotag

Elisabeth Gampert-Zeisberger und Edith Geiblinger

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Vorträge

Vortrag Primar Dr. Manfred Stelzig


"Psychische Gesundheit im Vordergrund: Eine Aufgabe für den Einzelnen, für die Familie, den Betrieb und die Gesellschaft"
Primar Dr. Manfred Stelzig

linkAbstract Primar Dr. Manfred Stelzig (14.8 KB)

linkPrimar Dr. Stelzig - Präsentation (341.3 KB)

Vortrag Dr. Klaus Peters


"Mehr Druck durch mehr Freiheit? Die neue Autonomie in der ARbeit und ihre paradoxen Folgen"
Dr. Klaus Peters

linkAbstract Dr. Klaus Peters (21.5 KB)

linkDr. Peters - Indirekte Steuerung und Interessierte Selbstgefährdung (90.6 KB)

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Vertiefungsmodule

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Modul 1

Scharinger und Ropin




"Gesundheitsorientierte Führung als Ressource - Zusammenhang von Führung und psychischer Gesundheit"
Dr. Christian Scharinger, MSc
Moderation: Mag. Dr. Klaus Ropin

linkModul 1 - Dr. Christian Scharinger, MSc (2.9 MB)

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Modul 2

Klufa & Stumpfl



"Evaluierung psychischer Belastungen und Betriebliche Gesundheitsförderung"
Dr. Sigrid Klufa
Moderation: Claudia Stumpfl

linkModul 2 - Dr. Sigrid Klufa - Evaluierung psychischer Belastungen (1.0 MB)

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Modul 3

Heigl, Wallner, Mayer


"Betriebliche Handlungsstrategien und Qualitätskriterien psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz"
Mag. Martin Mayer
Mag. Christoph Heigl
Moderation: Mag. Elisabeth Wallner

linkModul 3 Heigl und Mayer - Handlungsstrategien psychosoziale Gesundheit (1.2 MB)

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