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Gesundheitsbericht


Der Gesundheitsbericht

ist ein wichtiges Instrument der Gesundheitsförde­rung, denn bereits die Erstellung und Handhabung ist eine Intervention in den Betrieb! Der Gesundheitsbericht liefert die Informationsgrundlagen für:

  • unternehmensbezogene Arbeitsschutzaktivitäten,
  • Maßnahmen der allgemeinen betrieblichen Gesundheitsförderung,
  • Zwecke der betrieblichen Personal- und Sozialpolitik 

Funktion des Gesundheitsberichtes

  • Er ist ein Hilfsmittel zur (laufenden) Selbstbeobachtung und Selbststeuerung des Betriebs im Bereich Gesundheit, und
  • ein Mittel zur Information der Belegschaft über den "Gesund­heits­status" des Betriebs und damit eine Grundlage für die Diskussion darüber.
  • Er gibt einen Überblick über die Belastungs- und Gesundheits­situation und erleichtert zielgerichtete Maßnahmenfindungen.

Erstellung von Gesundheitsberichten

Gesundheitsberichte sollen die Gesundheit im Betrieb transparent machen und damit zusammenhängende Entwicklungen aufzeigen: Dazu müssen sie für alle verständlich sein, in regelmäßigen Abständen aktualisiert erscheinen (z. B. jährlich) und unterschiedliche inhaltliche Elemente zusammenführen.

  • In einer betrieblichen Gesundheitsförderung verantwortet die Steuerungs­gruppe die Ausarbeitung und Veröffentlichung des Gesundheitsberichtes.
  • Ein Vorschlag zu minimalen Anforderungen an die Inhalte (z. B. durch KV-Träger) wäre für die Herausgeber im Betrieb hilfreich und würde die Vergleich­barkeit verbessern.
  • Möglichst viele Beschäftigte sollen den Bericht verstehen und mit ihrer eigenen Gesundheit in Bezug setzen, um Erwartungen zu wecken, Anfor­derungen zu provozieren und Interesse wachzurufen. Das heißt z. B.: Tabellen sparsam und nur in geeigneter Darstellungsform mit Erklärung einsetzen! Sie sind selten anschaulich und können bei kleineren Betrieben die Realität (z. B. bei Krankenständen) ohnehin nicht richtig abbilden.
  • Datenschutz ist sicherzustellen: Das genaue Vorgehen im Umgang mit personenbezogenen Daten sollte durch die Steuerungsgruppe festgelegt und systematisch begleitet werden. Das betriebsärztliche Informations­system darf bei der Datenauswertung nicht auf demselben Rechner installiert sein wie betriebliche Anwendungen (z.B: Personalsystem).
  • Gesundheitsberichterstattung für Klein- und Kleinstbetriebe ist sinnvoller überbetrieblich durchführen (z. B. auf Ebene der Innung und regional). 


Der 1. Gesundheitsbericht enthielt u..a.: Stellungnahmen von Geschäftsleitung und Betriebsrat über gesundheitspolitische Ziele, eine ausführliche Beschrei­bung des Projekts, eine Zusammenfassung der betrieblichen Gesund­heitsdaten und ihre Interpretation (Daten und Ergebnisse der Analyse der Iststandserhebung), sowie die exemplarische Darstellung einiger Arbeitsplätze.


Zusammen mit den Lohnzetteln wurde allen Beschäftigten ein Brief ausge­händigt, der auf den Bericht hinwies und erläuterte, daß er unbürokratisch und kostenlos u. a. an der Rezeption abzuholen sei. Dies war gleichzeitig eine Feedback-Möglichkeit für das Projekt! 


Das Instrument Gesundheitsberichterstattung ist ausbaufähig: Konkrete Planungs- und Zielvorgaben sowie die Evaluation ihrer Umsetzung bietet ein effizientes innerbetriebliches Planungsinstrument mit systematischer und regelmäßiger Analyse gesundheitsbezogener Indikatoren und Vorhaben.