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BGFvote – Gesundheitsförderung für Klein- und Kleinstbetriebe


Das Netzwerk-BGF hat mit Unterstützung des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger ein Projekt ins Leben gerufen, welches mit der Entwicklung eines kompakten und flexiblen BGF-Modelles für Klein- und Kleinstbetriebe befasst war.

Stein des Anstoßes war die Entwicklung von Maßnahmen im Kontext des Rahmen-Gesundheitszieles 1 „Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Bevölkerungsgruppen durch Kooperation aller Politik- und Gesellschaftsbereiche schaffen“. Dabei wurde neben einer Vielzahl von anderen Maßnahmen auch die Entwicklung eines ressourcenschonenden, flexiblen BGF-Angebotes für Klein- und Kleinstunternehmen beschlossen. Das Netzwerk BGF hat sich diesem Ziel umgehend verschrieben und ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen.

Kern dieser Weiterentwicklung ist ein System bzw. ein technisches Instrumentarium, welches ermöglicht, die obligate Diagnosephase im Rahmen von BGF-Projekten interaktiv und vor Ort durchzuführen. Nachdem die Erhebung im Kreis aller Mitarbeiter/innen anonym und sicher stattfindet, kann die Auswertung per Knopfdruck an Ort und Stelle vorgenommen werden. Die Ergebnisse können unmittelbar präsentiert und in einem Workshop erörtert werden.

Der eingesetzte Fragebogen ist der Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse – KfzA (Prümper, Hartmannsgruber & Frese, 1995). Eine Nutzung der ermittelten Daten aus der Befragung (Diagnose-bzw. Evaluierungsphase) für die Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen gem. ASchG und B-BSG ist möglich.

Anmerkung:

Wird die Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen gem. ASchG bzw. B-BSG und Betriebliche Gesundheitsförderung gemeinsam bzw. kombiniert umgesetzt - was sicherlich einiges an Synergieeffekten für das Unternehmen bedeutet – braucht es eine intensive Planungsphase vor dieser Analyse, zu der Präventivkräfte (Arbeitsmedizin, Sicherheitsfachkraft) sowie ExpertInnen aus dem Bereich der Arbeitspsychologie hinzugezogen werden müssen.

Für den Prozess der Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen sind grundsätzlich von Beginn an teilweise andere bzw. zusätzliche Aspekte mit zu berücksichtigen, die nach einer Ermittlung nicht mehr eingebracht werden können (z.B. Einteilung der Tätigkeitsgruppen). Diese und weitere hier nicht aufgeführte Punkte bedingen unbedingt Fach-Know-how. Wenden Sie sich an qualifizierte Berater/innen und klären Sie darüber hinaus ab, ob der KfZA auch für Ihr Unternehmen das passende Instrument ist.

   

Zielgruppe:
Betriebe von rund sieben bis 50 Mitarbeiter/innen

Projektmitglieder:
- Netzwerk BGF
- Mag. Birgit Kriener (externe Beraterin)

Laufzeit:
Mai 2014 bis Dezember 2015

Wo erhältlich:
Betriebe von rund sieben bis 50 Mitarbeiter/innen können dieses Angebot ab sofort bei ihren Regional- und Servicestellen nutzen.

 

Literatur:

Prümper, J., Hartmannsgruber, K., Frese, M. (1995). KFZA. Kurz-Fragebogen zur Arbeitsanalyse. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 39, 3, 125 – 132