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Aufgaben der ENWHP


Aufgabe des EU-Netzwerkes zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Aufgabe des Europäischen Netzwerkes zur betrieblichen Gesundheitsförderung besteht darin, alle in den Mitgliedsstaaten und der Gemeinschaft zu dem betreffenden Thema zur Verfügung stehenden Informationen wie neueste Forschungsergebnisse, Konzepte und bereits durchgeführte Projekte zu sammeln und allen Interessierten zugänglich zu machen.

Das Netzwerk führt selbst keine eigenständigen Interventionen auf  transnationaler oder auf supranationaler Ebene durch, sondern nimmt Informationen über Gesundheitsförderungsprojekte auf lokaler, regionaler, nationaler und gemeinschaftlicher Ebene auf, verarbeitet diese in einer Datenbank und sorgt für deren Verbreitung. Die Kommission hat in einem Modellplan zum Aufbau von Informationsnetzen erstellt der sich in zwei Phasen vollzieht:

  • Vorlaufphase
  • Aufbauphase

In der Vorlaufphase  wird im Rahmen eines Projektes ein Statusbericht erstellt, in welchem die Interventionen im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung mit einer entsprechenden Vernetzung innerhalb eines Mitgliedsstaates oder mit trans- oder supranationaler Vernetzung erhoben werden. Dabei soll der Zeitraum des Bestehens und die Effektivität der Arbeitsweise dargestellt werden. Die Kommission hat dadurch die Möglichkeit, die bereits wirksam arbeitenden Netze direkt zu nutzen, oder sie in einem größeren Zusammenhang zu Gunsten eines gemeinschaftlichen Handelns in ein supranationales Informationsnetz einzubauen.

Die Kommission gibt im Rahmen des Europäischen Netzwerkes aber auch vor, was unter betrieblicher Gesundheitsförderung zu verstehen ist, wo deren Grenzen liegen und welche Ziele realistischerweise mit ihr zu verwirklichen sind. Die Richtlinien werden gemeinsam mit offiziell von den Regierungen der Mitgliedsstaaten ernannten Vertretern und weiteren anerkannten Sachverständigen des betreffenden Themenbereiches erarbeitet.


In der Aufbauphase sucht die mit der Administration betraute Bundesanstalt für Arbeitsschutz zusammen mit dem zuständigen Dienst der Kommission Netzwerkpartner in den einzelnen Mitgliedsstaaten, die für die Durchführung des Aktionsprogrammes alle national und regional verfügbaren Informationen über gesundheitsfördernde Aktionen sowie die letzten Forschungsergebnisse zu den betreffenden Thema sammeln und in das europaweite Informationsnetz einspeisen.

Pro Mitgliedsstaat ist nur ein einziger Informationspartner (die später noch zu beschriebenen Kontaktstellen) vorgesehen. Die nationalen Netzwerkpartner müssen darüber hinaus ein erhebliches Eigeninteresse an der Mitarbeit und der Erhaltung des Netzwerkes haben. Darüber hinaus müssen die nationalen  Netzwerkpartner über eine umfassende Sachkompetenz verfügen und vor allem auch selbst betriebliche Gesundheitsförderungsprojekte durchführen oder ausreichende Finanzmittel zur Durchführung von Projekten zur Verfügung stellen.