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BGF-Preis 2011


Österreichischer Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung 2011

Gesundheitsbogen 2011 Zum fünften Mal wurden am 10. März im Kursalon Wien die österreichischen Preise für Betriebliche Gesundheitsförderung
vergeben. Der österreichische BGF-Preis ist die höchste Auszeichnung im Rahmen des 3-stufigen Qualitätssicherungssystems: Charta – Gütesiegel – BGF-Preis des Österreichischen Netzwerkes Betrieblicher Gesundheitsförderung. Der Preis für Betriebliche Gesundheitsförderung hat zum Ziel, die vielfältigen und innovativen Aktivitäten in österreichischen Unternehmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung sichtbar zu machen. Die Auszeichnung von zukunftsweisenden Projekten soll Vorbildwirkung für andere Betriebe haben, ebenfalls Gesundheitsförderung in ihrer Managementstrategie zu verankern. Die Nominierten und die PreisträgerInnen in den beiden Kategorien Betriebe mit mehr als 100 sowie Betriebe mit bis zu 100 MitarbeiterInnen zeigen innovative Wege,
wie Betriebliche Gesundheitsförderung in unterschiedlichsten Branchen und Strukturen erfolgreich sein kann. Getragen wird der Preis von der Sozialversicherung, dem Fonds Gesundes Österreich,
der Bundesarbeitskammer, der Wirtschaftskammer Österreich und der SVA der gewerblichen Wirtschaft. Die Koordinationsstelle für das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung ist bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse angesiedelt.
Schlüssige Gesamtstrategien statt Einzelaktionen Betriebliche Gesundheitsförderung, wie sie von den Netzwerkmitgliedern verstanden wird, unterscheidet sich stark von unstrukturierten
Einzelaktivitäten wie Obsttage oder Wellness-Aktionen. Diese wirken in der Regel kaum nachhaltig und bringen keine nachweisbare Verbesserung der Gesundheit im Unternehmen. Die Leiterin des Fonds Gesundes Österreich, Mag.a Christa Peinhaupt betonte in diesem Zusammenhang bei der Preisverleihung: „Nachhaltige Betriebliche Gesundheitsförderung muss systematisch aufgebaut und kontinuierlich fortgeführt werden. In den nominierten Unternehmen, die
auch alle geprüfte Träger des BGF-Gütesiegels sind, geschieht das sehr innovativ und erfolgreich. Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Bemühungen zur Qualitätssicherung erfolgreich waren.“ Die Betriebliche Gesundheitsförderung wurde als wissenschaftlich fundiertes Modell auf europäischer Ebene entwickelt und international erprobt. Unternehmen im Inund Ausland zeigen den messbaren Vorteil
einer strukturierten Gesundheitsförderung: die gesundheitlichen Arbeitsbelastungen sinken, die Krankenstände gehen zurück. BGF setzt auf den Ebenen Organisationsentwicklung, MitarbeiterInnenbeteiligung und Arbeitsbedingungen an – sie wirkt auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen und auf den Unternehmenserfolg. Bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung haben Beschäftigte,
BetriebsrätInnen, UnternehmerInnen und Führungskräfte ein gemeinsames Ziel: Eine Gesundheitsförderung, die den MitarbeiterInnen und der Firma gut tut. Mit ihren hohen Qualitätsansprüchen bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung können sich die PreisträgerInnen und Nominierten auch im internationalen Vergleich sehen lassen.

Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern

In der Kategorie über 100 MitarbeiterInnen



Silhouette International Schmied AG

Silhouette International

In der Kategorie bis 100 MitarbeiterInnen

Restaurant Rostiger Anker

Restaurant Rostiger Anker

Sonderpreis der Bundesarbeiterkammer

Eisenwerke Sulzau-Werfen R. & E. Weinberger AG

Eisenwerk Sulzau

Sonderpreis der Wirtschaft

Kerschner WOHNdesign GmbH

Kerschner Wohn design

Der Weg zum BGF-Preis

Die Auswahl der Preisträger erfolgt aus dem Kreis der aktuellen Gütesiegelträger in einem 3-Jahres-Rhythmus.Für den BGF-Preis 2011 konnten von den Regional-/Servicestellen des ÖNBGF aller Bundesländer jeweils drei Betriebe nominiert werden. Nach Onsite-Visits wurde in einer Bewertungssitzung mit VertreterInnen der Regional-/Servicestellen festgelegt, welche Betriebe an die Fachjury weitergeleitet werden. Zwölf Betriebe wurden schließlich an die Fachjury weitergeleitet und zum Vergabe-Event eingeladen. Die Entscheidung der international besetzten Fachjury wurde erst bei der Preisverleihung verlautbart. Die Preisträger der Sonderpreise stammen ebenfalls aus dem Kreis der Gütesiegelträger. Alle zwölf nominierten Unternehmen leisten für ihre MitarbeiterInnen Gesundheitsförderung nach höchsten Qualitätsmaßstäben. „Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Beitrag der Unternehmen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen. Sie bringt Vorteile für die ArbeitnehmerInnen, das Unternehmen und den Wohlfahrtsstaat. Wer in einem gesundheitsfördernden Umfeld arbeitet, ist zufriedener im Beruf und kann länger im Erwerbsleben stehen. Das stützt auch die Leistungsfähigkeit unseres Sozialsystems“, hob
Gesundheitsminister Alois Stöger den Nutzen der Betrieblichen Gesundheitsförderung im Rahmen der Preisverleihung hervor. Das sagen ArbeitnehmerInnen- und Arbeitgeber-Vertreter: „Gesundheit ist die wichtigste Grundlage für gute Arbeits- und Lebensqualität der ArbeitnehmerInnen. Sind daher die Hausaufgaben im ArbeitnehmerInnenschutz gemacht und Betriebsrat und Beschäftigte an der betrieblichen Gesundheitsförderung beteiligt, verbessert sich das Gesundheitsniveau und somit die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten“, so Alexander Heider, Leiter der Abteilung Sicherheit, Gesundheit und Arbeit der  Bundesarbeitskammer. Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen. Besonders erfreulich ist auch, dass immer mehr kleine und mittlere Unternehmen Gesundheitsförderung im Unternehmensalltag integrieren“, betont Dr. Martin Gleitsmann, Abteilungsleiter für Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich.