DRUCKEN

Österreichischer Gewerkschaftsbund


Die WKÖ über BGF


Dr. Ingrid Reifinger

Dr. Ingrid Reifinger


„Wir müssen die qualitätsgesicherte betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich weiter ausbauen. Unser Ziel ist, dass noch sehr viel mehr ArbeitnehmerInnen von den Vorteilen der BGF profitieren können.“





In Österreich verbringen über drei Millionen Menschen rund fünf Tage pro Woche im Betrieb bzw. an ihrem Arbeitsplatz. Viele arbeiten auch nachts und/oder am Wochenende. Vor diesem Hintergrund ist für den Österreichischen Gewerkschaftsbund die Gesundheit der Arbeitnehmer/innen schon immer ein zentrales Anliegen gewesen. Lebensqualität resultiert in hohem Maß aus Arbeitsqualität und ist deshalb ohne Betriebliche Gesundheitsförderung nicht wirklich erreichbar.

Arbeit selbst kann durchaus die Gesundheit der Menschen fördern und sollte dies auch tun. Arbeit kann so gestaltet werden, dass sie durch eine vernünftige Organisation der Arbeitsabläufe, durch ungefährliche Arbeitsmittel, durch eine menschliche Unternehmenskultur nicht zur Erhaltung, sondern zur Förderung der Gesundheit der Arbeitnehmer/innen beiträgt. Die gesundheitsfördernde Gestaltung der Arbeit sollte im Zentrum der Betrieblichen Gesundheitsförderung stehen. Dass hier Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen zusammen arbeiten, sollte immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden.

Ein wichtiger Ansatzpunkt für die Betriebliche Gesundheitsförderung ist die Verminderung von Stress und die Förderung einer menschenorientierten Unternehmenskultur. Durch Studien konnte nachgewiesen werden, dass zuviel Stress Ursache für Unfälle und für die Zunahme von Krankenständen sein kann. Die Arbeitnehmer/innen sind die Expertinnen und Experten, was ihren Arbeitsplatz betrifft und wissen somit auch gut Bescheid, welche Arbeitsplatzfaktoren ihre Gesundheit fördern und was für sie Gesundheitsgefahren sind. Die Einbindung und Beteiligung der Arbeitnehmer/innen über Gesundheitszirkel, in denen Maßnahmen zur Reduktion von belastenden Arbeitsbedingungen vorgeschlagen werden, ist deshalb unverzichtbarer Bestandteil von Betrieblicher Gesundheitsförderung.